00:00:00: in ihren Gedichten, also zum Beispiel Flechtenkunde.
00:00:03: In der sie immer wieder Intelligenz, Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Vernetzung und so weiter woanders entdecken als man sie vermutet.
00:00:15: Also nicht im Internet entwickeln Sie oder bei Telefonie oder Marconi die Verknüpfungsfähigkeit sondern einem älteren Element bei den Flechten.
00:00:25: und von denen sagen sie, sie ist der Erde langsamstes Telegramm Die Flechte.
00:00:30: Ja, die hat ganz andere Zeitformen!
00:00:33: Natürlich, denn die können ja... Das ist auch eine Frage der Lebensdauer.
00:00:38: Eine Flechte kann ja unendlich alt werden.
00:00:40: Die kann ja hunderte von Jahren alt werden ohne sich groß zu verändern.
00:00:44: Ja, das hat ein anderes Verhältnis als Zeitverhältnis und trotzdem ist da auch Evolution, trotzdem ist es auch Erfindung sozusagen.
00:00:52: Und Vertrauenswürdigkeit.
00:00:53: Der Fuchs Barbarossas
00:00:56: hat auf einer Flechte getretenes machte ihr nichts aus.
00:00:59: Sie ist noch heute da.
00:01:00: Barbarossa is tot!
00:01:02: Überlebt.
00:01:03: Und ist auch natürlich eine große Erfindung der Biologie, diese Symbiose die da stattfindet zwischen Algi und Pilz.
00:01:12: ja das ist also ganz eine geniale Idee sozusagen.
00:01:16: Also auch die unbelebte Materie könnte man sagen.
00:01:22: es wäre fast eine romantische These dass sie auch eine Art Intelligenz dass da ein intelligenter Prozess in Herent ist.
00:01:30: Wir wissen, wir kennen das Subjekt nicht.
00:01:34: Spinoza hat gesagt Deus sie wie Natura also Gott oder die Natur.
00:01:40: er hat die gleichgesetzt.
00:01:41: für ihn war ja die Natur und heute gibt es diese ganzen Gehertypothesen, das antropische Prinzip usw.
00:01:53: Das sind alles solche Vorstellungen dass die Intelligenz nicht jetzt nur mit uns in der Welt getreten ist.
00:02:06: Wir haben sie organisiert, wir haben von ihr Gebrauch gemacht einen anderen Gebrauchs als die Natur.
00:02:10: aber die Prozesse, die Entstehung von Komplexität kann man sagen, die ist ja längst vor uns da gewesen.
00:02:20: Da
00:02:21: gibt es manches Meereswesen nicht?
00:02:23: Wenn wir verschwenden können aus dem Meer eine Intelligenz entstehen.
00:02:28: Ja gut, das tierische Leben ist ja aus dem mehr auch gekommen.
00:02:34: Ob die Gebirge nicht in einer sehr langsamer Form von Intelligenz enthalten, weiß man nicht.
00:02:38: Weißen wir nicht!
00:02:39: Ja?
00:02:39: Die Ozeane könnten intelligente komplexe Lebenswistern...
00:02:43: In drehen Komplexes Strukturen überall also auch längst vor den Menschen und das ist ja auch der schönere Teil der Evolutionstheorie.
00:02:54: ich meine es ist ein bisschen plump Nicht sehr erhellend, wenn man sagt wie die Vulcair-Darwinisten wir stammen schon den Affen ab.
00:03:06: Was soll denn das heißen?
00:03:07: Das ist ja auch eine übrigen schreckliche Verkürzung von Darwin's Gedankengängen.
00:03:14: Sondern in dieser Evolution braucht man keine Affen dazu und das war schon immer da!
00:03:24: Diese Kosmologie, das ist ein kosmologisches Prinzip.
00:03:28: Dass aus einfachen Dingen Komplexe entstehen und bei uns heißt es dann Selbstorganisation usw.
00:03:37: Sie
00:03:38: geben ja hier sehr liebevolle poetische Attribute also zum Beispiel die Farbe einer bestimmten Flechtenart auf Spitzbergen beschreiben sie, die offenkannlich gesehen haben, Safran Korallen, Orange, Persio, Scharlach, Orsay.
00:03:56: Was ist Orsay?
00:03:56: Wie sieht das aus?
00:03:57: Orsay ist auch eine rötliche Farbe mit braunen Tönen drin und deswegen wurde ja in der alten Welt Flächten zum Ferben verwendet.
00:04:11: Das war einer der ersten Quellen der Farbe wo es die synthetischen Farben gab.
00:04:16: Die Menschheit wollte immer Farben haben.
00:04:20: dass unser Auge möchte Farbe haben, ist äußerst empfindlich.
00:04:29: Die Differenzierungsfähigkeit des Auges auch so ein Wunder, ja?
00:04:32: Dass wir bis zu Fünfzigtausend Neonsen unterscheiden können – das ist schon enorm!
00:04:38: Und deswegen immer gibt es eine ganze Geschichte der Farben natürlich die ganze Ökonomie der Farbe, was man gesucht hat.
00:04:45: Genie, man hat aus Leusen dieses rotes Krabbrot aus zerdrückten Läusen oder aus der Purpur-Schnecke.
00:04:52: Das ist ja schon sehr alt.
00:04:54: und die Kunst des Färbens gibt es eine ganze Geschichte der Farben bis zu unseren heutigen pädrochemischen Methodenfarben, oder denken Sie an die Flüssigkristalle, die wir heute haben?
00:05:10: Das sind wunderbare Dinge!
00:05:12: Da gibt's also eine Geschichte der Farm und beginnt vielleicht mit den Flechten.